Trauerbegleitung

Trauerbegleitung und Umgang mit Krisen

Trauerbegleitung in der Praxis

Zwischen heute und niemals kann viel passieren.

Zur Trauerbegleitung gehört die Unterstützung bei Trauer in verschiedenen Lebenssituationen. Dazu gehören beispielsweise Umgang mit Verlusten, Abschied von Menschen und Umgebung, Altern als Prozess und Wahrnehmen des Vergänglichen. Aber auch Trauer über die vergangene Zeit, über Verletzungen und über die Einsamkeit kann sehr tiefe Wurzeln in unserer Seele haben.

Bei Verarbeitung der Trauer können solche Angebote hilfreich und unterstützend sein, wie zum Beispiel:

  • Gespräche über die Bedeutung der Verluste und der Gefühle, die dabei entstehen.
  • Rituale zum Abschiednehmen.
  • Unterstützung bei der Organisation Alltagshilfen.
  • Aktivierung der Ressourcen für die Zeit danach.

Bedeutung der kritischen Lebenssituationen: Wachstum und Trauer

Kritische Lebenssituationen, Verluste und damit auch der Tod sind im Leben eines Menschen unvermeidbar. Solche und andere Verlusterfahrungen gehören zu gesunder Entwicklung jedes Lebewesens. Bereits im Mutterleib müssen mehrere tausende Zellen sterben damit ein Embryo weiter wachsen und ein Baby geboren werden kann. Viele der biologischen Prozesse wie Umstrukturierung des Gehirns oder Zellwachstum merken wir erst, wenn diese weit vorgeschritten sind. Wachstum und Altern gehört zum Leben dazu. Die Veränderungen sind nicht immer negativ zu sehen. Dennoch ist es oft schwierig den für sich richtigen Umgang damit zu finden und zu erlauben.

Viel schwieriger als entwicklungsbedingte Erfahrungen erleben wir den Abschied von Menschen, Beziehungen und Gegenständen in verschiedenen Phasen des Lebens: Spielzeug, Kindheit, Elternhaus. Wir empfinden unterschiedliche Gefühle. Neben der Freude auf Neues kann die Trauer über das Verlorene, Sehnsucht nach dem Vergangenen und Wut über die Veränderungen empfunden werden. Diese Gefühle können leicht erlebt werden oder mit starken körperlichen Beschwerden einhergehen. Dennoch sind sie wichtig, weil sie uns bei Weiterentwicklung und Selbstwerdung helfen.

Ohne Verlusterfahrungen und Schicksalsbewältigung würde uns eine wichtige Quelle für Ressourcen fehlen, die für unser Leben von existentieller Bedeutung sind. Dabei kommt es nicht auf die gesellschaftliche Bewertung des Verlustes. Alleine das persönliche Erleben und die individuelle Gefühle sind von Bedeutung.

So begleitet uns große und kleine Verluste und damit verbundene Trauer unaufhaltsam durch alle Entwicklungs- und Wachstumsphasen, also von Kindheit über das Erwachsen sein bis zum endgültigen Tod. Trauer, die keinen Ausdruck findet, kann sich im Körper oder im Verhalten als „Symptom“ manifestieren. Zum Beispiel Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen oder Vermeidung bestimmter Tätigkeit oder Orte. Deswegen ist es wichtig die verschiedenen Lebensphasen bewusst abzuschließen und sich zu verabschieden. Erst dann werden unsere Ressourcen frei, um neue Beziehungen anzufangen und neue Lebensaufgaben zu meistern.

Trauer gehört zum Leben dazu. Trauer braucht Zeit und Raum.

Schon kleine Verlüste und wichtige Lebensereignisse, die mit Abschied verbunden sind, brauchen Zeit für Trauer und Abschied. Da im Alltag oft keine Gelegenheit dazu gibt seine Trauer zu leben oder zu teilen, wird sie in die hinterste Seelenecke gedrängt und vergessen. Außerdem gehört Trauer zu den Themen, die gesellschaftlich nur wenig Akzeptanz finden

Das Thema Sterben und Auseinandersetzung mit Verlusten ist für viele Menschen schwer zu ertragen. Außerdem bleibt der Tod immer etwas Geheimes, Beängstigendes und Endgültiges im Leben eines Menschen. Die Betroffenen berichten über Überforderung, Ablehnung und Isolation. Es gibt beispielsweise keine Orientierung durch Rituale, keine Sterbe- und Trauerkultur. Des Weiten hat Trauer keinen Raum, keinen Platz und keine Zeit in dem beruflichen und gesellschaftlichen Alltag. Während die Kinder noch getröstet werden, stehen viele Erwachsen mit Ihrer Trauer alleine da.

Akzeptieren, Abschied nehmen und loslassen heißt es, wenn die Zeit des Lebens um ist. Wut, Trauer und Hoffnung erleben die Betroffenen zugleicht, abwechselnd und oft so intensiv wie bei keinem anderen Lebensereignis. Für die Hinterbliebene bedeutet es, den Verlust zu akzeptieren, Trauer verarbeiten und das Leben neu ausrichten.

Ich begleite Sie in diesen kritischen Momenten damit Ihre Trauer einen Ausdruck findet und eine Neuausrichtung im Leben möglich wird. Ich unterstütze Sie beim Entdecken ungelöster Trauer, bei Anpassen an die neue Situation und bei Organisation der neuen Lebensumstände.

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